Einfache Brandschutzmaßnahmen für jedermann
Vorbeugender Brandschutz in Gebäuden lässt sich auch ohne großen Aufwand realisieren, sodass die Gefahr eines Brandes schon im Voraus minimiert werden kann und auch, wenn der Fall der Fälle eintritt, Ausbreitung und Auswirkungen eingeschränkt werden. Dazu reichen in vielen Fällen bereits kleinere Maßnahmen aus.
(Bau)Materialien

Baustoffe wie Porenbeton bieten sehr guten Brandschutz. Foto: Bundesverband Porenbeton
Bereits beim Bau eines Hauses kann eine Menge für den Brandschutz getan werden, insbesondere was das Brandverhalten der Baustoffe und den Feuerwiderstand von Bauteilen angeht. Aber auch beim Einrichten der Wohnung lässt sich Schlimmeres verhindern, wenn Sie auf die Entflammbarkeit und Brennbarkeit der Materialien und Einrichtungsgegenstände achten.
Besonders bei Boden- und Bodenbelägen wie Teppich und Laminat ist die Brennbarkeit von den verwendeten Materialien abhängig. Bestimmte Materialien wie Schaumstoffmatratzen haben in Kinderzimmern nichts zu suchen.
Geräte
Die Installation und den Anschluss von Geräten, die Starkstrom nutzen, sollten Sie unbedingt einem Fachmann überlassen. Nicht ordnungsgemäß installierte Geräte können zu Bränden führen.
Auch der Standort der Geräte ist entscheidend für das Entstehen von Bränden. Achten sie beim Aufstellen von Herd, Kühlschrank und Kamin auf die Brandschutzbedingungen, die meist in der Bedienungsanleitung beschrieben sind. Leicht entflammbare Gegenstände wie Vorhänge oder Gardinen dürfen nicht durch Windstöße an feuergefährliche Stellen gelangen.
Lagerstätten
Brennmaterial sollte nicht in größeren Mengen in der Wohnung gelagert werden, sondern gehört in die Kellerräume. Allerdings darf es dort nicht in einem Raum mit brennbaren Flüssigkeiten lagern. Sie sollten darauf achten, dass Gänge nicht verstellt sind und jeder Raum betreten werden kann. Schlichtweg nicht beachtet wird außerdem sehr häufig brennbares Material in Form von diversem Gerümpel auf dem Dachboden. In den hintersten Ecken verborgen kann das schnell einen erst spät identifizierbaren Brand verursachen.
Brandschutztüren
Die auch als Rauchschutztüren bezeichneten Brandschutztüren verhindern die Ausbreitung von Rauch, vor allem, um Fluchtwege auf diese Weise freizuhalten. Damit dieser Effekt erzielt werden kann, müssen sie sich im Fall eines Feueralarms schließen. Auch wenn die Feuerschutzbestimmungen zum Thema Brandschutztüren in jedem Bundesland unterschiedlich sind, muss ein Keller mit einer Ölheizung generell immer über eine solche Tür verfügen. Brandschutztüren müssen immer geschlossen gehalten werden – Ausnahmen sind über Brandmelder gesteuerte Türen, die offen stehenbleiben dürfen, da sie sich im Brandfall selbstständig schließen. Hier sollte jedoch darauf geachtet werden, dass keine Gegenstände das Schließen der Tür verhindern könnten.
Gefahrenquelle Küche

Vergessene Töpfe stellen eine akute Brandgefahr dar.
Besonders in der Küche droht bei Unachtsamkeit Brandgefahr. So sollten eingeschaltete Herdplatten und Öfen unter ständiger Beobachtung stehen, der Raum bestenfalls gar nicht verlassen werden. Dunstabzugsfilter werden am besten regelmäßig ausgetauscht, da sich diese im Laufe der Zeit mit Fett vollsaugen, was die Brandgefahr erhöht. Darüber hinaus sollte unter Dunstabzugshauben unter keinen Umständen flambiert werden. Sollte es zu einem Fettbrand auf dem Herd kommen, ist es alles andere als empfehlenswert, Wasser zum Löschen zu benutzen. Stattdessen muss der Brand mit einer Löschdecke erstickt werden, die sich immer in der Küche befinden sollte.
