Barrierefrei wohnen – Komfort ohne Stolperschwellen
Barrierefreies Wohnen ist längst nicht mehr nur für Senioren und behinderte Menschen ein Thema. Jeder, der diese Wohnform einmal erlebt hat, weiß es zu schätzen, wenn der neue Waschtrockner nicht über Stufen und Absätze bewegt werden muss oder Kinderwagen und Trolley ohne Hindernisse ins Haus zu schieben sind.
Barrierefreie Wohnungen: Was beim Umbau zu beachten ist. RainerSturm / pixelio.deVor allem die sich drastisch veränderte Altersstruktur in Deutschland hat der Barrierefreiheit große Aufmerksamkeit seitens des Staates gesichert. Von Bund und Ländern werden zahlreiche Programme zum Barrierefreien Wohnen unterstützt.
Bei den Lebensumständen von Senioren und Menschen mit Handicap soll der Schwerpunkt auf Selbstständigkeit und Komfort liegen. Für die Barrierefreiheit gibt es einige grundsätzliche Anforderungen: Weder Stufen noch Absätze oder sonstige Hindernisse dürfen den Zugang zur Wohnung oder die Bewegung innerhalb der Wohnräume behindern. Türen müssen eine ausreichende lichte Breite aufweisen und die Räume selbst müssen dem Platzbedarf mit Rollstuhl genügen. Auch das Badezimmer muss ausreichend Platz für einen Rollstuhl bieten, der Zugang zur Dusche muss schwellenfrei möglich sein. Besondere Anforderungen werden zudem an die Küche gestellt: Arbeitsflächen sollten sich variieren lassen, Schränke leicht zu öffnen und schließen sein. Arbeitsflächen und Spüle müssen mühelos unterfahrbar, Licht- und sonstige Elektroschalter für einen Rollstuhlfahrer leicht zu erreichen sein. Das gilt für sämtliche Bedienelemente in der Wohnung selbst wie auch beispielsweise beim Zugang zum Briefkasten am Haus.
Um die Unfallgefahr zu verringern, müssen alle Bodenbeläge rutschfest sein und dürfen sich nicht elektrostatisch aufladen. Zugänge zu Müllbehältern und anderen Einrichtungen außerhalb des Hauses müssen bei jeder Witterung gefahrlos befahr- bzw. begehbar sein.
Ein Tipp für Bauherren: Informieren Sie sich vorab über die Möglichkeiten des barrierefreien Bauens! Eine Integration der entsprechenden Elemente ist beim Bau deutlich günstiger zu realisieren als nachträgliche Umbaumaßnahmen. Schließlich wird jeder Mensch älter und muss mit körperlichen Einschränkungen rechnen, auch wenn man sich momentan bester Gesundheit erfreut.
