Schimmel in der Wohnung

Die häufigste Ursache für Schimmelbildung ist Feuchtigkeit. Der Pilz bzw. seine Sporen breiten sich in der Regel durch Luftzug aus. Gespeist wird er zudem durch reichlich Nahrung: Zellulose (Tapeten, Kleister, Holz, Gipskartonplatten) oder auch Kunstoffe (Teppich, Bodenbeläge etc.) nähren den Pilz, sodass er sich bei fehlendem Entgegenwirken weitervermehrt. Gerade für Allergiker und natürlich für die Gebäudesubstanz ist Schimmel ein echtes Problem was auf keinen Fall heruntergespielt oder ignoriert werden sollte.

Schimmel: ein schöner Anblick und gefährlich für die Gesundheit

Durch die mittlerweile hocheffiziente Gebäudeisolierung wurde Schimmel zwar eingedämmt, zum anderen kurbelt dieser Effekt den Luftaustausch in den zu gut isolierten Räumen zu wenig an, sodass sich feuchtwarme Raumluft als Kondensat an den kälteren Stellen des Raumes niederlässt und dem Schimmelpilz wieder Raum zum Leben bietet.

Wie kann man Schimmelbildung vorbeugen?

Wichtig ist, ein ausgeglichenes Maß an Isolierung und Luftaustausch zu schaffen, darunter zählt auch das Durchlüften der Wohnung. Kleineren Schimmelbefall kann man mit chemischen Mittel aus dem Baumarkt gegenwirken (z.B. an Duschabtrennungen), ausreichenden Schutz gewährt aber nur ein ausreichendes Lüften von Haus oder Wohnung.

Hierbei ist zu beachten, dass einmaliges Durchlüften am Tag zu wenig ist – öffnen Sie die Fenster komplett, also nicht nur Kippen, am besten mehrmals am Tag immer für einen kurzen Zeitraum. Je kälter es draußen ist, desto kürzer sollten die Lüftungszeiten sein.  Auch bei Regen sollten Sie die Wohnung oder das Haus durchlüften.

Solange es nicht in die Räume regnet, gilt auch bei etwas Nass von oben: die kalte Außenluft ist trotz Regen trockener, als die feuchte Zimmerluft und schützt vor Schimmel. Eine zusätzliche Unterstützung zum täglich Lüftungsprozess bieten Lüftungsanlagen. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an kontrollierten Wohnungslüftungssystemen mit  gleichzeitiger Wärmerückgewinnung. Diese könne auch nachträglich in ein Haus eingebaut werden. Prinzip solcher Anlagen ist es, die in der Abluft gespeicherte Wärme an das Haus zurückzugeben. Dadurch können bis zu 90 Prozent der Abluftwärme zurückgewonnen werden.

Lesen Sie hier weitere Informationen zur Schimmelpilzbekämpfung.
 



Irgendwann passiert es jedem: In der Wohnung geht etwas kaputt und man hat entweder nicht die handwerklichen Fähigkeiten, es zu reparieren, oder sieht sich schlichtweg nicht in der Pflicht, es zu tun. Ähnlich verhält es sich bei der Frage, ob man die Mietwohnung renovieren muss oder das die Aufgabe des Vermieters ist. Allgemein gilt, dieser ist sowohl für die Instandhaltung als auch für die Instandsetzung der Mietwohnung verantwortlich – besonders gilt das natürlich, wenn es sich um Schäden handelt, die der Mieter nicht selbst zu verantworten hat. Er muss die Mängel nur unverzüglich melden, damit er die sie beheben oder im schlimmsten Fall die Mietwohnung sanieren lassen kann. So gilt das deutsche Mietrecht allgemeinhin als recht mieterfreundlich, einiges gibt es aber doch, was beim Thema Mietwohnung renovieren in den Aufgabenbereich ebendieser fällt.

So etwa die viel diskutierten Schönheitsreparaturen, die Gegenstand unzähliger Mieter-Vermieter-Streits sowie Gerichtsverhandlungen sind. Diese müssen ausgeführt werden, wenn im Mietvertrag eine entsprechende Klausel vorhanden ist. Generell bedeutet das: Alles, was sich im Laufe der Zeit beim Bewohnen der Mietwohnung abgenutzt hat, muss erneuert werden. Die Mietwohnung streichen gehört ebenso dazu wie Tapezieren oder Kalken von Wänden und Decken sowie gegebenfalls die optische Erneuerung von Heizkörpern, Türen und Fenstern.

Auch das Thema Mietwohnung modernisieren wirft häufig Fragen auf – bei einer Modernisierung werden die Wohnräume entweder in ihrem Komfort verbessert, indem zum Beispiel der Schall- und Wärmeschutz verstärkt oder ein Balkon angebaut wird – oder es wird versucht, durch entsprechende Maßnahmen eine nachhaltige Energieeffizienz zu erzielen. Der Nachteil für die Mieter: Der Vermieter kann für die Modernisierung Mieterhöhung verlangen, auch dann, wenn eine Modernisierungsmaßnahme gesetzlich vorgeschrieben ist, also nicht vom Vermieter initiiert. Wer in punkto Mietrecht gut informiert ist, ist klar im Vorteil. Auf den Seiten des immobilo Ratgebers findet sich daher allerhand Wissenswertes zum Renovieren und Modernisieren von Mietwohnungen.