Was bei denkmalgeschützten Gebäuden beachtet werden muss

Denkmalgeschützte Gebäude sind zwar oft hübsch anzusehen, allerdings muss man sich auf einige Sonderregelungen einstellen, wenn man eine Mietwohnung in einem solchen Objekt beziehen möchte. Und zwar besonders dann, wenn es um bauliche Veränderungen geht.

Bevor an den denkmalgeschützten Teilen eines Gebäudes - ganz gleich, ob es sich dabei um Innenräume oder die Fassade handelt - Veränderungen vorgenommen werden können, müssen diese in der Regel von der Denkmalschutzbehörde genehmigt werden. Das heißt zwar nicht, dass so gut wie alle Maßnahmen verboten sind - sich als Mieter einfach so ans Werk zu machen, ist bei einer denkmalgeschützten Wohnung allerdings ziemlich riskant.

Natürlich sollte eine geplante Modernisierung oder Instandsetzung zunächst mit dem Vermieter besprochen werden. Stimmt er dem Vorhaben zu, sollte als nächstes der Gang zur Denkmalschutzbehörde an der Reihe sein. Diese muss man gegebenenfalls auch in die Wohnung lassen, damit sie überprüfen kann, ob die geplanten Arbeiten vorgenommen werden dürfen. Hat man sich auf sein Glück verlassen und ohne Genehmigung Hand angelegt, kann es sein, dass die Umbaumaßnahmen wieder beseitigt werden müssen (AG Frankfurt/M. NZM 98, 664).

Maßnahmen zur Instandhaltung des Hauses oder der Wohnung kann der Mieter bei einem denkmalgeschützten Gebäude nicht widersprechen. Man sollte sich vor dem Einzug also bewusst sein, dass man solche Maßnahmen wohl oder übel akzeptieren muss.

Immerhin muss man sich als Mieter nicht an den Kosten beteiligen, die aus Baumaßnahmen im Rahmen des Denkmalschutzes entstehen. Lediglich in solchen Fällen, in denen sie tatsächlich eine Modernisierung bedeuten, also nachhaltig den Wohnwert steigern, kann ein Teil der Kosten auf die Mieter umgelegt werden.

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