Die Abrechnung der Heizkosten

Da die Heizkosten zu den Betriebskosten gehören, gilt auch hier: Den Kostenanteil für leerstehende Wohnungen übernimmt der Vermieter. Bei der Berechnung des wohnflächenabhängigen Anteils der Heizkosten müssen auch leerstehende Wohnungen berücksichtigt werden.

Wie bei den kalten Betriebskosten wird auch über die Heizkosten einmal im Jahr abgerechnet. Hierzu werden zunächst die Messinstrumente abgelesen und anschließend die Kosten pro Haushalt je nach Verteilerschlüssel berechnet. Auch die Heizkostenabrechnung muss bestimmte Bedingungen erfüllen:

  • alle in den Gesamtkosten enthaltenen Positionen müssen aufgezählt werden
  • es muss angegeben werden, wie die Kosten verteilt werden
  • der Abrechnungszeitraum muss angegeben werden; es muss immer ein Zeitraum von zwölf Monaten sein (LG Düsseldorf ZMR 98, 167)
  • der Betrag, den der Mieter durch Vorauszahlungen bereits gezahlt hat, muss verrechnet werden

Der Mieter ist erst dann zu einer eventuellen Nachzahlung verpflichtet, wenn er eine ordnungsgemäße Abrechnung bekommen hat (BGH WuM 82, 207).

Findet während der Abrechnungsperiode ein Mieterwechsel statt, muss eine Zwischenablesung vorgenommen werden. Nach Ablauf des Abrechnungszeitraums bekommen dann der alte und der neue Mieter je eine Heizkostenabrechnung, die sich auf ihren jeweiligen Mietzeitraum bezieht.

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