Solarthermie – Solaranlage für Warmwasser und Heizung
Mit einer Solaranlage zur Wasseraufbereitung lassen sich große Teile des Warmwasserbedarfs eines Haushaltes decken – sei es Dusche, Badewanne oder teilweise auch für die Heizung. Im Sommer kann die Solarthermie-Solaranlage gar die komplette Warmwasserproduktion übernehmen. Langfristig ergeben sich so große Sparpotentiale, da Sonnenenergie kostenlos und unbegrenzt zur Verfügung steht. Was beim Kauf, der Installation und dem Betrieb einer Solarthermie-Anlage zu beachten ist, finden Sie hier.

Solarthermische Anlage auf einem Hausdach. Foto: Klaus-Uwe Gerhardt / pixelio.de
Genauso wie Photovoltaikanlagen nutzen Solaranlagen zur Solarthermie die mehr als ausreichend vorhandene Kraft der Sonne. Allein das in Deutschland zur Verfügung stehende Potential der Sonne übersteigt den tatsächlichen Energiebedarf um das Achtzigfache. Hinzu kommt, dass die Solarenergie als erneuerbare Energie umweltfreundlich (da komplett emissionsfrei), praktisch unendlich und vor allem kostenlos zur Verfügung steht – sie muss nur effizient genutzt werden. Moderne Solarthermieanlagen sind durch den inzwischen jahrelangen Einsatz und immer bessere Fertigungsmethoden technisch ausgereift. Moderne Kollektoranlagen guter Qualität erreichen eine Lebensdauer von bis zu 30 Jahren.
Konstanter Warmwasserbedarf bietet gute Voraussetzungen für Solarthermie
Für eine effektive Nutzung der Solaranlage für Solarthermie sind die Vorraussetzungen besonders gut. Im Normalfall ist der Warmwasserverbrauch eines Haushaltes über das Jahr recht konstant, es gibt kaum Schwankungen im Verbrauch. Dadurch stehen das Angebot an solarer Energie und der Energiebedarf für die Produktion von Warmwasser in einem günstigen Verhältnis. Eine Nutzung der Solaranlage ausschließlich für die Raumheizung wäre somit nicht effektiv.
Wird die Solaranlage für Solarthermie richtig dimensioniert eingesetzt, lässt sich pro Jahr zwischen 50% und 65% des Warmwasserbedarfs alleine durch die Kraft der Sonne decken. Im Sommer (bzw. zwischen Mai bis September), wenn die Sonne besonders lange und kräftig scheint, kann eine mit 1 m² bis 1,5 m² Kollektorfläche ausreichend dimensionierte Solarthermieanlage den kompletten Warmwasserbedarf eines Haushaltes decken, die herkömmliche Heizanlage wird dann nicht mehr benötigt und kann vorübergehend abgeschaltet werden. Da in den Sommermonaten der Heizbedarf meist gegen Null tendiert, erweist sich dieser Umstand als äußerst vorteilhaft, da die konventionelle Heizung in diesem Zeitraum auf einem geringen Nutzungsgrad läuft.
TIPP: Besonders effektiv kann eine Solarthermieanlage genutzt werden, wenn Wasserverbraucher wie Spülmaschine oder Waschmaschine einen Warmwasseranschluss haben.
Aufbau und Funktion einer thermischen Solaranlage
Aufbau einer Solarthermischen Anlage. Grafik: Kino, Lizenzvertrag cc-by-saDas Prinzip einer Solaranlage für Solarthermie ist denkbar simpel. Der auf dem Hausdach installierte Kollektor ist mit einem flüssigen Frostschutzmittel, das als Wärmeträger fungiert, gefüllt. Unter Sonneneinstrahlung erhitzt sich das Frostschutzmittel und wird mittels einer Pumpe zum Wärmetauscher befördert. Dort wird die Wärme des Frostschutzmittels auf das gespeicherte Trinkwasser übertragen. Im gedämmten Wärmespeicher wird das erhitzte Wasser solange gespeichert, bis es genutzt wird. Für den Fall, dass die Sonnenenergie ausserhalb der Sommermonate nicht komplett ausreicht, springt der zusätzlich installierte herkömmliche Heizkessel über einen weiteren Wärmetauscher ein.
Geringe Betriebskosten und wenig Wartungsaufwand
Die reinen Betriebskosten einer thermischen Solaranlage sind relativ gering, da die Sonne den größten Teil der Arbeit komplett kostenlos übernimmt. Die Wartungskosten einer Solarthermieanlage liegen praktisch gleichauf mit anderen technischen Anlagen. In Kombination mit der ohnehin jährlich fälligen Überprüfung des Heizkessels ist aber auch die Wartung äußerst preiswert.
Lohnt sich eine Solarthermieanlage?
Das Thema der Rentabilität einer Solarthermieanlage ist derzeit noch umstritten. Rechnet man allein die Kosten für Installation und Betrieb einer solchen Anlage mit den Kosten herkömmlich produzierten Warmwassers auf, lohnt sich die Anschaffung für Privatanwender unter betriebswirtschaftlichen Aspekten derzeit noch nicht. Fügt man der Gleichung allerdings die potentiell weiter steigenden Rohstoffkosten für die herkömmliche Energieerzeugung, die zukünftige Unabhängigkeit von solchen Preisentwicklungen und den Nutzen für die positiven Effekte auf Umwelt und Natur hinzu, lohnt sich eine Solaranlage zur Solarthermie durchaus – und das nicht nur ideell.
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