Energieerzeugung durch Stückholz als Biomasse

Biomasseheizungen sind eine umweltschonende Alternative zur Verbrennung fossiler Brennstoffe. Der Verbraucher kann dabei zwischen verschiedenen Energieträgern wählen. Eine Möglichkeit dabei ist das Stückholz.

Informationen anfordernDie Verbrennung fossiler Energieträger wie Kohle, Erdöl und Erdgas und der daraus resultierende, erhöhte CO₂-Anteil in der Erdatmosphäre trägt nach Expertenmeinung einen wesentlichen Anteil zur globalen Erwärmung und dem Klimawandel bei. Aus diesem Grund – und natürlich dem endlichen Vorkommen fossiler Energien - wird weltweit versucht, den CO₂-Ausstoß zu verringern und die Auswirkungen des Klimawandels zu begrenzen.

Eine der Möglichkeiten der nachhaltigen Energieerzeugung ist dabei das Heizen mit Biomasse, beispielsweise Stückholz. Die CO₂-Bilanz solcher Bio-Energieträger ist im Gegensatz zu fossilen Brennstoffen neutral, Wärme und elektrische Energie können damit klimaschonend erzeugt werden. Dem Holz wird dabei nach einhelliger Meinung das größte Potential als Biobrennstoff zugesprochen, da der Holzvorrat in europäischen Wäldern seit den 60er Jahren kontinuierlich steigt und als nachwachsender Rohstoff praktisch unerschöpflich ist.

Bei der Verbrennung von Holz sowie auch bei der Verrottung biologisch wiederverwertbare Pflanzennährstoffe entstehen Kohlendioxid, Wasser und in der Asche enthaltene Mineralstoffe. Zudem entwickeln sich bei der Verbrennung nur solche Mengen CO₂, wie die Pflanze während ihres Lebens der Luft entzogen hat. Auf diese Weise wird der Natur ihr Rohstoff zurückgegeben und der Kreis der Bioenergie schließt sich.

Stückholz mit Pluspunkten

Neben all den Pluspunkten in Sachen Verfügbarkeit und Umwelteigenschaften bietet Holz noch einen weiteren Vorteil: Das Heizen mit Holz stellt eine reizvolle Variante komfortabler Wärme dar, gerade in Zeiten, in denen hoher Komfort in den eigenen vier Wänden eine Selbstverständlichkeit ist. Diesem Umstand wird bei KWB durch die Vollautomatisierung von Brennstoffzufuhr, Verbrennung und Reinigung Rechnung getragen. Holzbrennstoffe werden in Form von Hackgut, Pellets und Stückholz angeboten. Besonders Letzteres ist sehr beliebt, da es lange brennt, während Optik und Geruch für die gemütliche Kamin-Atmosphäre sorgen.

Als Stückholz beizeichnet man dabei naturbelassenes, luftgetrocknetes Holz, das einen Wassergehalt von maximal 20 Prozent aufweist. Seit etwa 400.000 Jahren wird Stückholz zum Heizen genutzt und ist somit der älteste Brennstoff der Menschheit. Auch heute ist das Heizen mit Stückholz in Kleinanlagen weit verbreitet, zum Beispiel in Kaminen, modernen Gebläsekesseln oder in einfachen Kachelöfen. Mit Stückholzfeuerungen wird dieser alte Brennstoff mit der neuesten Technik kombiniert. Um eine gute Verbrennung zu erreichen, sollte das Holz aber etwa zwei Jahre lang luftgetrocknet sein, da es nur so auf den optimalen Heizwert von etwa 4 Kilowattstunden je Kilogramm kommt.

Biobrennstoff Stückholz
Stückholz verbrennt optisch ansprechend

Für die Stückholzqualität ist auch die Holzart entscheidend. Verwendet werden kann Hartholz oder Weichholz, wobei Hartholz einen besseren Heizwert hat. Weichholz eignet sich jedoch besser zum Anzünden, da es die Anheizphase verkürzt. Zu den Weichhölzern zählen unter anderem Kiefer und Fichte, zu Harthölzern unter anderem Buche, Esche und Birke.

Die Herstellung von Stückholz gestaltet sich recht simpel. Was der Hausbesitzer mit der Axt im Garten erledigt, übernimmt bei der industriellen Fertigung die Säge. Die Baumstämme werden dabei in Scheite mit einer Länge von bis zu 50, manchmal aber auch sogar bis 100 cm geschnitten. Gegenüber Pellets oder Hackschnitzeln hat Stückholz übrigens die weitaus bessere CO₂-Bilanz, da die Produktion des Holzes einen geringeren Energieaufwand benötigt.

Stückholzheizungen kosten je nach Ausstattung mit einem 15 kW- Kessel zwischen 2.000 und 9.000 Euro, größere Kessel werden entsprechend teurer. Zudem muss der vorgeschriebene Pufferspeicher eingerechnet werden, der noch mal bis zu 2.000 Euro kosten kann. Pufferspeicher sind gut isolierte Behälter, die Wasser als Wärmespeicher für Heizungen aufnehmen. Die von den Heizkesseln erbrachte Wärme wird über andere Wärmetauscher dann wieder zur Gebäudeheizung etc. verwendet. Stückholzheizungen wie die KWB Classicfire gehen schonend und effizient mit den eingesetzten Brennmaterial um. Finden Sie hier einen KWB-Partner.

Informationen anfordernDie geringen Heizkosten sind für viele Verbraucher ein entscheidender Faktor für die Nutzung von Holzheizungen. Ein Raummeter (Raummaß für Holz) Stückholz kostet etwa zwischen 40 und 70 Euro, abhängig von Qualität und Holzart. Auch die Preise je Kilowattstunde sprechen für das Stückholz. So kostet eine Kilowattstunde Energie beim Stückholz zwischen drei und vier Cent und deutlich weniger als beim Heizöl, das mit 5 bis 6 Cent zu Buche schlägt. Ein weiterer Anreiz für die Nutzung von Holzheizungen sind die Förderprogramme des Bundesumweltministeriums. Über das sogenannte Marktanreizprogramm werden beispielsweise Heizanlagen zwischen 15 und 50 kW Förderungen mit rund 1.100 Euro unterstützt.

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