Bausparen – Bauen in der Gemeinschaft

Die Idee des Bausparens handelt vom Bauen im Kollektiv. Was sich ein Einzelner mangels Eigenkapital nicht leisten kann, können viele zusammen schaffen – zum Beispiel den Traum von eigenem Heim.

In der Gemeinschaft spart es sichs besser

Das Grundprinzip ist recht simpel: Die Bausparer verbinden sich zu einer Gemeinschaft, in der die einen ansparen, damit andere Bausparer, die schon länger gespart und eine bestimmte Summe in den Gemeinschaftstopf eingezahlt haben, ein Darlehen erhalten können.

Die Bausparkasse spielt dabei die Rolle des Verwalters, indem das Geld der Bausparer im Kollektiv angenommen und nach der Zuteilung der einzelnen Verträge als Bauspardarlehen weitergeben wird. Konkret kann man sich das etwa so vorstellen: Alle zahlen in einen gemeinsamen Topf ein und helfen sich so gegenseitig bei der Finanzierung. Wenn zum Beispiel 10 Bausparer jedes Jahr je 10.000 Euro sparen, stehen so bereits nach dem ersten Jahr 100.000 zur Verfügung, die dem ersten Bausparer zugeteilt werden.

Die restlichen 9 Bausparer zahlen weiter ein, und da auch der Erste nun sein Darlehen mit 10.000 Euro tilgt, bleiben weiterhin 100.000 Euro im Topf, von denen der Nächste bauen kann. So können zwar nicht alle gleichzeitig bauen, durch das gemeinsame Sparen kommt aber jeder schneller ans Ziel als durch das Sparen für sich alleine.

Das Bausparen wird neben der Finanzierung von Baueigentum für vielfältige Zwecke genutzt. So kann man sich mit einem Bausparvertrag fällige Umbau- oder Renovierungsmaßnahmen genauso finanzieren wie einen Wintergarten – Hauptsache, es handelt sich um wohnwirtschaftliche Zwecke.

Der Staat hilft beim Sparen: Die Wohnungsbauprämie

Ein weiterer Vorteil des Bausparens ist die staatliche Unterstützung in Form der Wohnungsbauprämie, wenn bestimmte Einkommensgrenzen nicht überschritten werden. Vater Staat zahlt also für Ihre Träume mit. Die Prämie ist an einen Bausparvertrag gebunden und kann zusätzlich zu den übrigen staatlichen Zulagen in Anspruch genommen werden. Zur Zielgruppe gehören Bezieher kleiner und mittlerer Einkommen ab einem Mindestalter von 16 Jahren.

Im Rahmen der Wohnungsbauprämie beteiligt sich der Staat mit 10 Prozent pro Jahr am Bausparvertrag – zumindest bei Einzahlungen von maximal 512 € für Alleinstehende und 1.024 € für Ehepaare.

Arbeitnehmer-Sparzulage

Diese Förderung gibt es wie die Wohnungsbauprämie nur in Verbindung mit einem Bausparvertrag und ist für Geringverdiener gedacht. Mit ihr können vermögenswirksame Leistungen bis zu 480 € jährlich vom Arbeitgeber mit 10 Prozent staatlich bezuschusst werden, wenn sie auf ein Bausparkonto des Mitarbeiters überwiesen werden.

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Nachteile beim Bausparen

Was bei einem Bausparvertrag leider nie eindeutig ist, ist der Zuteilungszeitpunkt der angesparten Summe, da dieser vom Einzahlungsverhalten aller Bausparer abhängt.

Weitere Informationen zu einzelnen Konditionen in puncto Bausparen liefert die Rechercheplattform Monetos (hier klicken).

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