Wintergarten: Herkunft und Infos

Seitdem der Wintergarten, zumindest in der heutigen Form, zum ersten Mal im England des 18. Jahrhunderts auftauchte, hat sich bei Form und Materialien einiges geändert. Freilich ist der Wintergarten heutzutage auch nicht nur mehr den Wohlhabenden vorbehalten, sondern dank kostengünstiger Bauweise und Kontruktion für jederman erschwinglich. Geblieben ist jedoch die Funktion: Die passive Nutzung der Sonnenenergie zum Heizen des Raumes.

Veranda WintergartenBevor man allerdings seinen Kaffee quasi in der Natur, aber dennoch vor Wind und Wetter geschützt genießen kann, gilt es, bei der Auswahl des Standortes, des Wintergartentyps und der Materialien einiges zu beachten.

Zuerst sollte man sich darüber klar werden, welchen Zweck der Wintergarten erfüllen soll. Ist es weiterer, dem Haus praktisch vorgelagerter Wohn- und Aufenthaltsraum oder soll er lediglich ein paar Pflanzen beherbergen? In den meisten Fällen ist diese Frage allerdings bereits im Vorhinein geklärt, da man sich ja aus einem speziellen Grund auf die Suche nach einem geeigneten Wintergarten macht.

Schwieriger ist da schon die Wahl des Standortes sowie des passenden Wintergartensystems. Und während die Standortwahl von vielen, zum Teil nicht zu beeinflussenden Faktoren abhängt, ist das richtige Wintergartensystem eher eine Frage des individuellen Geschmacks.

Der Wintergarten-Standort ist entscheidend für die Nutzung
Foto: © Veranda Wintergarten

Der Standort

Der Standort und die Himmelsrichtung sind entscheidend für die Funktion des Wintergartens, schließlich hängen dessen Klima und Atmosphäre ganz entscheidend von der Intensität und Dauer der Sonneneinstrahlung ab. Ein nach Süden ausgerichteter Wintergarten profitiert zum Beispiel das ganze Jahr über von der Sonne, selbst im Winter kann es hier noch mollig warm werden. Im Sommer droht er aber, zumindest ohne entsprechende Schutzmaßnahmen, zur Sauna zu werden. Jede Ausrichtung hat so ihre Vor- und Nachteile, die genau geprüft werden sollten, bevor eine Entscheidung fällt. Beeinflusst wird die Standortwahl allerdings auch von Faktoren, auf die man nur bedingt Einfluss hat wie der Ausrichtung des Wohnhauses oder Grundstücksgegebenheiten.

Materialien

Wintergarten - diverse Materialien und Farben stehen zur AuswahlAuch wenn Wintergärten durch die großen Glasflächen ein charakteristisches Äußeres besitzen, werden bei der Konstruktion dennoch unterschiedliche Materialien verwendet. Für tragende Teile kommen insbesondere Kunstoff, aber auch Holz, Stahl oder Aluminium infrage. Die Auswahl des Materials ist dabei eher eine Frage des persönlichen Geschmacks, da sie allesamt die Ansprüche an Pflegeleichtheit und Wertbeständigkeit erfüllen.

Einen wesentlich größeren Einfluss auf das „Funktionieren“ des Wintergartens hat dagegen das Glas. Es sorgt nicht nur für das unvergleichliche Gefühl, direkt in der Natur, aber dennoch geschützt zu sitzen, sondern ist entscheidend für Temperatur und Klima des als thermisch labil geltenden Wintergartens, schließlich heizt er sich schnell auf – kühlt aber genauso schnell wieder aus. Einen wichtigen Einfluss darauf haben der g-Wert und der U-Wert.

Der g-Wert gibt dabei an, wieviel Prozent der auf den Wintergarten treffenden Sonnenenergie das Glas passieren und somit zum Energiegewinn beitragen kann. Der U-Wert bezeichnet dagegen den Energieverlust durch nach aussen dringende Wärme.

g-Wert und U-Wert sind entscheidend

Der Wintergarten-Standort ist entscheidend für die Nutzung
Foto: © Veranda Wintergarten

Je nach Jahreszeit kommt beiden Werten unterschiedliche Bedeutung zu. Denn während der für einen großen Energiegewinn stehende hohe g-Wert im Winter durchaus von Vorteil sein kann, da Heizkosten gespart werden, sorgt er im Sommer bei nicht ausreichender Beschattung und Belüftung für tropische Temperaturen. Genauso der U-Wert, der, je niedriger er ist, für geringen Wärmeverlust steht. Im Winter verliert ein Wintergarten mit niedrigem U-Wert also langsamer Energie, dafür kühlt er im Sommer schlechter ab.

Belüftung, Beschattung und Beheizung

Mit einer funktionierenden Belüftung, Beschattung und Beheizung lässt sich Temperatur und Klima des Wintergartens regeln.