Estrich: Verlege- und Einbautechnik

Trockenestrich


Der auch Trockenunterboden oder Fertigteilestrich genannte Trockenestrich wird inbesondere im Tockenausbau benutzt. Hierbei werden die aus mehreren Gipskartonplatten, Gipsfaserplatten bzw. Holzspanplatten vorgefertigten Elemente miteinander verklebt und zur Dämmung eine Polysterol-Schaumschicht auf die Unterseite aufgetragen. Zu den größten Vorteilen von Trockenestrich gehört das einfache Verlegen sowie die sofortige Begehbarkeit. Außerdem wird keine zusätzliche Feuchtigkeit ins Gebäude gebracht.

Das Material

Trockenestrich besteht in der Regel aus zwei bis drei Schichten: erstens der sogenannten Dampfsperre, anschließend ein eventueller Bodenausgleich durch eine Trockenschüttung und drittens eine Auflage aus großflächigen Trockenestrichplatten.

Diese sind etwa 20 Millimeter dicke Gipskartonplatten, die an zwei benachbarten Kanten mit einem Stufenfalz versehen sind. An dem werden die Elemente miteinander verklebt und zum optimalen Halt zusätzlich verschraubt. Wer einen besonders effektiven Schallschutz oder eine gute Wärmedämmung erhalten will, kann die Trockenestrichelemente auch mit einer sich auf der Unterseite befindlichen Dämmschicht aus Hartschaum oder Mineralwolle erwerben.

Sorgfältig verlegen

Ganz wichtig beim Verlegen von Trockenestrich: Die Elemente dürfen keinen Kontakt zu den umlaufenden Wänden oder dort hindurch laufende Rohre haben, da sonst später der Körperschall direkt auf die Wände übertragen werden kann. Um das zu vermeiden, muss im Wandverlauf mit doppelseitigem Klebeband ein Dämmstreifen angeheftet werden. Ähnliches gilt für die Rohre: Die Ausschnitte für die Leitungen sollten so groß bemessen werden, dass sie mit einem schwingungsdämpfenden Material umwickelt werden können.

Zu guter Letzt muss vor dem endgültigen Montieren des Trockenestrichs eine sogenannte Dampfsperrfolie ausgelegt werden, die verhindert, dass aus Untergrund und Wänden Feuchtigkeit transportiert wird. Dazu sollte die Folie an allen Wänden etwa 10 bis 12 Zentimeter hochgezogen werden.

Fließestrich


Der Vorteil beim Verlegen von Fließestrich: Baustellen auf denen er eingebaut wird, müssen nicht speziell vorbereitet werden. Der Fließestrich wird entweder mit einem Silo angeliefert, in dem sich das Estrichmaterial befindet, oder mit dem Betonmischer. Bei beiden Systemen wird eine Fließestrichpumpe verwendet, mit der der Estrich ins Gebäude befördert wird.

Beim eigentlichen Verlegen von Fließestrich ist es generell empfehlenswert, ein Fachunternehmen zu beauftragen. So muss die Untergrundvorbereitung Ansprüche an den Wärme- und Schallschutz erfüllen, die Estrichdicke in Abhängigkeit der Belastung gewählt werden und weitere komplexe Punkte beachtet werden.

Besonders geeignet zum flüssigen Einbau sind Zement- und Anhydritestrich. Zu den größten Vorteilen des Fließestrichs gehören die schnelle Begehbarkeit (nach zwei Tagen) und Belastbarkeit (nach fünf Tagen). In jedem Fall ist aber auf eine ausreichende Austrockungszeit zu achten.

Fließestrich ist außerdem ideal geeignet für Räume mit Fußbodenheizung. Durch die fließfähige Konsistenz werden die Heizrohre hier optimal umschlossen, wodurch die Erwärmung doppelt so schnell erfolgt wie bei einem konventionellen Zementestrich. Auch für Räume mit einer hohen Luftfeuchtigkeit wie Küchen und Bäder eignet sich Fließestrich sehr gut. Empfehlenswert ist hier eine schützende Abdichtung.


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