Aushubarbeiten und Verfüllung
Wenn die Bagger anrollen, beginnt die heiße Phase des Hausbaus. Mit den Aushubarbeiten wird nicht nur die Grundlage für Fundament und Keller gelegt, sondern die des gesamten Hauses. Treten hier Fehler auf, können diese im Nachhinein, wenn überhaupt, nur mit sehr hohem Auwand behoben werden.
Aus diesem Grund sollten Sie diese Baumaßnahme in jedem Fall einem spezialisierten Bauunternehmen überlassen. Neben dem nötigen „Know How“ verfügen solche Unternehmen vor allem über spezielle Maschinen, die auch mit schwierigen Bodenverhältnissen zurechtkommen. Oft erwarten den Bauherren schon in geringen Bodentiefen Probleme wie eingeschossene Steine, Fels oder Grundwasser.
Im Normalfall wird die Baugrube deshalb mit einem Bagger ausgehoben, der mit den meisten der möglicherweise auftretenden Probleme gut zurechtkommt. Damit das ausführende Unternehmen des Aushub möglichst problemlos bewältigen kann, sollten vorher wichtige Informationen gesammelt werden. Für einen umfassenden Auftrag zum Kelleraushub sollten folgende Punkte berücksichtigt werden:
Beschreibung des Baugrundes
Um sich ein umfassendes Bild vom Baugrund zu verschaffen, sollten Sie ein Baugrundgutachten erstellen lassen. Nur damit erhalten sowohl Sie als auch der Bauunternehmer umfassende Kenntniss über die Beschaffenheit und Tragfähigkeit des Bodens sowie die Grundwassersituation.
Beschreibung der Baustelle
Angaben wie Erreichbarkeit und bereits vorhandene Einrichtungen sollten beschrieben werden
Beschreibung der Lage
Sowohl in der Horizontalen als auch Vertikalen muss die genaue Lage des Hauses auf dem Grundstück festgelegt werden.
Maße des Kellers
Für den Aushub werden natürlich auch die genauen Maße des Hauses benötigt. Im Normalfall wird die Baugrube sowohl in Länge als auch Breite die eigentlichen Maße des Hauses um mindestens 70 cm überschreiten.
Was tun mit dem entstandenen Aushub?
Für den durch die Arbeiten an der Baugrube entstehenden Aushub aus Erde, Kies und Gestein haben nur wenige wirklich Verwendung. Manchmal kann er auf dem Grundstück weiterverwendet werden, zum Beispiel nach einer Untersuchung als Mutterboden oder zum Ausgleich von Höhenunterschieden, meist ist er aber nutzlos und liegt im Weg. Deshalb sollten Bauherren bereits vor den Aushubarbeiten mit dem Bauunternehmen abklären, was mit dem überflüssigen Material geschehen soll. Im ungünstigsten Fall ist der Boden kontaminiert und muss als Sondermüll separat gelagert werden, was mit unerwarteten Zusatzkosten verbunden ist.
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